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Junge Menschen müssen immer häufiger weit wegziehen, da sie in ihrer Heimat keinen Wohnraum finden. So auch bei mir. Junge Menschen, die gerade ihren Abschluss gemacht haben und jetzt studieren wollen, werden in Barsbüttel nicht fündig werden. Häufig kommt, dabei der Kommentar: „Ja hier ist doch nichts für junge Menschen.“

Nachdem man 18, 19 oder 20 Jahre hier gelebt hat, dann weiß man trotzdem was man schätzt und ich lebe gerne außerhalb der Großstadt. Der ruhige Verkehr, die Nähe zur Natur und auch die Nähe zur Großstadt machen es so ideal hier zu leben. Doch selten besteht die Möglichkeit hier eine Wohnung zu finden.

Wohnraum wird für sehr viel Geld gehandelt. Mietportale zeigen immer wieder, dass die Miete in meinem Heimatort 70% über den deutschen Durchschnitt liegt. In Hamburg hat man nur an wenigen Stellen die Möglichkeit, sich draußen mit einem Buch auf die Bank zu setzten.

Es bietet sich ein ideale Strecke zwischen allen Läden, ich kann alles zu Fuß erreichen und bin froh, nicht überall mit dem Nahverkehr hinzufahren. Ich finde das Bild so irritierend, dass wir Studenten*innen haben, die zu Anfang der Semester in Notunterkünften leben und gleichzeitig in so vielen Kommunen, die Möglichkeit haben Wohnraum zu bauen.

#keinPartyVolk

Bei Studenten-Wohnungen schlagen jetzt schon viele Anwohner, die Hände über den Kopf zusammen. „Das sind Partyvölker, die werden alles verdrecken.“ Studenten studieren selten, um Party zu machen. Eigentlich wird in vielen Studiengängen durchgehende Konzentration verlangt. Ich habe noch keinen Jurastudenten gesehen, der unter der Woche was trinkt.

Wenn alle jungen Menschen, mit ihren Abschlüssen wegziehen, weil es keinen bezahlbaren Wohnraum gibt, dann sollte man sich nicht über, Wegzüge, Politikverdrossenheit oder das Dorfsterben wundern. Nein, wenn wir die Zukunft schikanieren und keine Lösung für Sie suchen, dann müssen wir uns nicht über die Zukunft wundern.

Setzten wir uns gemeinsam für mehr Wohnungen für alle ein.